Teppiche

Noch unverheiratete junge Mädchen webten aus der Wolle der Schafe ihres Vaters, nachdem sie gesponnen und mit Pflanzenfarben gefärbt wurde, Teppiche für ihre Aussteuer. In fast jedem Haushalt gab es einen Webstuhl. Die Fertigkeiten dafür erlernten sie von der Mutter und Großmutter, die Muster und Verzierungsarten waren unter den Frauen im Dorf bekannt. Wurde für die Hochzeit ein neues Haus gebaut, waren die Teppiche für die Räume oft schon fertig und die Baumeister hatten sich bei den Maßen der Wohnräume nach denen der Teppiche zu richten.

Foto: Museum Filia
Foto: Museum Filia
Foto: Museum Filia
Foto: Museum Filia

Auch nach der Hochzeit stellen die Frauen noch Teppiche her. Dann allerdings auf andere Art und Weise, nämlich als Flickenteppiche.

Flickenteppich aus Frauenkleidung. Foto: Museum Filia
Detail eines Flickenteppichs. Foto: Museum Filia
Gewebte Rückseite. Foto: Museum Filia

Diese Teppiche wurden aus abgetragener Kleidung hergestellt. Diese wurde in schmale Streifen geschnitten und entweder beim Weben von Baumwollgarn mit eingefügt oder in einen Untergrund aus gestricktem Baumwollgarn. Je nach Farbgebung des Teppichs (bunter/heller oder dunkler) war zu erkennen, ob es sich um abgetragene Frauen- oder Männerkleidung handelte.

Flickenteppich aus Männerkleidung. Foto: Museum Filia
Gehäkelte Rückseite des Flickenteppichs. Foto: Museum Filia

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