Bäuerliche Arbeit

von Ulrike Krasberg

Das öffentliche Leben im Dorf, das schon vor dem Hoftor beginnt und auf dem Hauptplatz, der agorá, mit seiner Schatten spendenden Platane und erst recht in den Kafenía Publikum und Arena bekommt, ist die andere Seite der bäuerlichen Arbeit, die sich außerhalb des Dorfes abspielt. Die Härte und Einsamkeit der Arbeit mit den Tieren in den Bergen oder der Gemüseanbau weitab vom Dorf wird erträglicher durch das Wissen um das gesellige Leben im Dorf, dessen “kultivierte” Umgangsformen den Kontrast zur “Unzivilisiertheit” oder anarchía,wie die Bauern es nennen, der sie umgebenden Natur bilden.

Das Kopftuch der Männer. Foto: U. Krasberg, 1986
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Reisen mit dem Esel

Wie auf den meisten griechischen Inseln gab es bis ins 20. Jahrhundert hinein keine oder kaum befahrbare Straßen. Größere Mengen von Waren wurden vorwiegend über den Seeweg – das heißt außen um die Insel herum – transportiert. Allerdings gab es schmale gepflasterte Eselswege, die monopatia, die die Dörfer miteinander verbanden. Geringe Mengen von Waren konnten auf diesen mit Eseln, Maultieren oder Pferden transportiert werden. Die meisten Haushalte Filias waren in Besitz von Satteltaschen und Sattelgurten, wie diesen hier.

Satteltasche
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